Säugetierabteilung

Gehegen der SäugetiereDie Säugetierabteilung besteht aus dem Tropenhaus mit einigen kleinen Außengehegen und der Säugetieranlage, die eine große Anzahl von geräumigen Außengehegen umfaßt. In dieser Abteilung leben die anderen Tiere von AAP, wie Waschbären, Stinktiere und Präriehunde. Außerdem einige kleine Affenarten, wie Weißohrseidenaffen, die ein tropisches Klima brauchen. Im Gegensatz zu den Affen ist es – bis auf eine Tierart - nicht verboten, die Tiere der Säugetierabteilung als Haustier zu halten. Jede Privatperson darf solche Tiere erwerben. In der Praxis bedeutet dies, dass fast alle Tiere in dieser Abteilung ehemalige Haustiere sind, die enttäuschte oder ratlose Tierhalter abgegeben haben.

Die Arbeit der Tierpfleger in der Säugetierabteilung ähnelt in großen Zügen derjenigen in der Affenabteilung. Doch es gibt Unterschiede, bedingt durch die Vielzahl der Tierarten in der Säugetierabteilung. Es gibt darunter Tag- und Nachttiere, Kletterer und Grabetiere, Gruppentiere und solitär lebende Arten, solche, die aus tropischen Gebieten stammen oder aus den Polargebieten. Raccoon ins WasserUm "ihre" Tiere optimal zu versorgen, müssen die Pfleger alle diese Unterschiede berücksichtigen. Dies erfordert nicht nur eine flexible Einstellung (Morgens und abends Frühstück zubereiten!), sondern auch viel Fachwissen. Ein Team von Ernährungs- und Verhaltensexperten unterstützt die Pfleger dabei. Die Einrichtung der Gehege wird genau auf die Lebensweise des Tieres abgestimmt: Schaukeln und Kletterseile für Baumbewohner, Tunnel, Dosen und eine dicke Schicht Bodendeckung für Erdtiere. Für jede Art wird ein gesonderter Diätplan erstellt. Denn manche Tiere vertragen kein Obst, während dies für andere Arten das Hauptnahrungsmittel ist.

Die Klimaregulierung für so viele verschiedene Tiere erfordert eine besondere Vorgehensweise. Mit Hilfe von Heizungen und Klimaanlagen können wir sehr unterschiedliche Klimata nachbilden. Für die Streifenhörnchen (Burunduks) bedeutet dies z.B. ein abgeschlossener Raum mit gemäßigtem Klima, der im Winter geheizt und im Sommer gekühlt wird.

Das Tropenhaus ist ein halb-offener Raum mit einer Minimaltemperatur von 10°C und natürlicher Belüftung im Sommer, in welchem Nasenbären, Stinktiere und Präriehunde untergebracht sind. Die Säugetieranlage besteht aus (ungeheizten) Außengehegen für Tiere, welche die Kälte gut vertragen, wie z.B. Waschbären, Nasenbären und Polarfüchsen. Eichhorn mit 	Haselnuß

Gruppenbildung und Resozialisierung findet auch in der Säugetierabteilung statt, außer bei solitär lebenden Tieren, wie Eichhörnchen. Halb-solitäre Tiere, d.h. Tiere die normalerweise allein leben, sich jedoch in der Paarungszeit oder in Zeiten von Nahrungsknappheit zusammenschließen, erhalten Gesellschaft von Artgenossen. Aus Erfahrung wissen wir, dass es diesen Tieren besser bekommt in Gesellschaft zu leben – wenn auch mit etwas murren und knurren – als alleine, weil Ablenkung die beste Medizin gegen Langeweile ist.



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