Depana und Tierheim München: Retter in der Not


Aktuell - Neuigkeiten  |  Donnerstag, 04. Juni 2009

Durch straffe Organisation konnte AAP in kurzer Zeit eine große Anzahl von Tieren in ihrer renovierten Quaratänestation aufnehmen. Mitte Mai wurden die neuen Primatengehege in der Quarantäne angeliefert und sogleich begann der Zustrom von Tieren. Bei unserem Auffangpartner, den wir nie genug loben können: Tierheim München befanden sich z. B. bereits seit einem halben Jahr die Berberaffen “Chiquito” und “Fugitive” (Foto), für die wir leider nicht früher Platz hatten.

Moussa: So lebte sie 23 Jahre langFugitive und Chiquito waren ursprünglich im spanischen Auffangzentrum in Ódena – in der Nähe von Barcelona – aufgenommen worden. Dieses Auffangzentrum bietet den Tieren dort vor allem viel Platz – das ist schön für die Tiere – dennoch kann es zu Schwierigkeiten führen, wenn die Tiere sich nicht miteinander vertragen und es Probleme bei der Resozialisierung gibt... Dort gab sich “Fugitive” besonders aggressiv. Im Tierheim München bestand jedoch die Möglichkeit, die Tiere zusammenzuführen und seitdem benehmen sich die Tiere beinahe wie “normale” Berberaffen.

Lebensraum voller Abwechslung

Depana (ein neuer und vielversprechender Auffangpartner von AAP – nicht zuletzt, weil er sich im Brennpunkt der Schmuggelroute für junge Berberäffchen befindet) berherbergte noch weitere Tiere, die schließlich zu AAP kommen sollten. Die grüne Meerkatze, Mousa, 23 Jahre alt hatte ihr ganzes Leben in einem Papageinkäfig zugebracht bis sie zeitweilig – zur Unterhaltung – in einer Berberaffengruppe aufgenommen wurde. Dort fand sie endlich einen Lebensraum mit schönen, spannenden Sachen! Es wäre für sie jedoch das Beste, wenn sie in einer Gruppe von Artgenossen Aufnahme finden würde und diese Chance hat die gründe Meerkatze, Mousa, nun bei AAP.

Moussa in DepanaZukunft

Gleichzeitig mit Moussa reisten zwei Waschbären aus Depana mit und unterwegs wurde noch ein Waschbär aus Toulouse, Frankreich, im Bus von AAP mitgenommen. All diese Tiere sollen bei AAP ein passendes Leben bekommen und – hoffentlich – eine schöne Zukunft in einer endgültigen Heimat. Wir können unseren Auffangpartner jedoch nicht genug für ihre “Erste Hilfe” danken. Ohne ihre Mitarbeit hätten diese Tiere überhaupt keine Zukunft gehabt.